Was sind Gründächer ?
Der Zweck eines Daches ist, uns gegen Klimaeinflüsse zu schützen. Ein herkömmliches Dach entspricht dieser Anforderung bestens. Aber es geht auch anders. Indem man sich beispielsweise für ein ‘Gründach’ entscheidet.
Bei einem Gründach besteht die Abdichtung hauptsächlich aus lebenden Pflanzen. Eigentlich ist die Bezeichnung ‘Gründach’ etwas irreführend. Wirklich grün muss so ein Dach nämlich nicht sein. Genauso wenig wie die Pflanzen, die dort wachsen. In Großbritannien bezeichnet man diese Dächer beispielsweise als ‘brown roofs’ (Braundächer).
Ausschließlich Pflanzen als Dachbedeckung reichen natürlich nicht aus. Der Boden für die Pflanzen ist von entscheidender Bedeutung: eine richtige Bodenbeschaffenheit mit einem entsprechenden Strukturaufbau, einem geeigneten Substrat und den richtigen Drainageeinrichtungen.
Eigentlich kann ein Gründach auch perfekt auf natürliche Art und Weise zustande kommen. Das einzige Problem ist, dass die Natur dafür ihre Zeit braucht. In der Praxis dauert es rund zehn bis zwanzig Jahre, bis man den gewünschten Effekt erzielt. Wenn man der Natur etwas auf die Sprünge helfen möchte, entscheidet man sich für die angelegte Variante von Gründächern.
Die Behauptung, dass alle Gründächer Dachgärten sind, stimmt also nicht. Umgekehrt stimmt diese Argumentation durchaus: Alle Dachgärten sind Gründächer. Unter der Bezeichnung ‘Gründach’ verstehen wir ein Gründach mit den Eigenschaften eines Gartens, allerdings auf dem Dach.
Gründächer sind unterteilt in verschiedene Arten und Aufbauten. Lesen Sie mehr zu diesem Thema in Systeme
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